In einem Land, in dem die Sonne nachts schien und der Mond am Tag, lebte ein Fisch namens Herbert, der Angst vor Wasser hatte. Er wohnte in einem Baumwipfel, hoch oben in den Wolken, und ernährte sich von Regenwürmern, die er mit seinem Schnabel fing. Eines Tages beschloss Herbert, die Welt zu erkunden. Er packte seinen Koffer mit Badesachen und einem Regenschirm und sprang vom Baum. Er landete auf einem Elefanten, der gerade einen Fallschirmkurs absolvierte. Der Elefant, der Höhenangst hatte, schrie auf und stürzte in die Tiefe. Herbert klammerte sich fest und beide landeten unsanft in einem Vulkan, der mit Eis gefüllt war. Dort trafen sie auf eine Gruppe Pinguine, die gerade ein Sonnenbad nahmen. Die Pinguine luden sie zu einer Schneeballschlacht ein, und Herbert, der noch nie Schnee gesehen hatte, war begeistert. Plötzlich bebte die Erde, und ein riesiger Tintenfisch, der unter dem Eis lebte, erwachte. Er hatte Hunger und wollte die Pinguine fressen. Herbert, der eigentlich ein Feigling war, fasste seinen Mut zusammen und spritzte dem Tintenfisch mit seinem Regenschirm Wasser ins Gesicht. Der Tintenfisch war so überrascht, dass er lachte, und zwar so laut, dass das Eis schmolz und der Vulkan ausbrach. Herbert, der Elefant und die Pinguine wurden auf einer Lava-Welle aus dem Vulkan geschleudert und landeten in einem See, der aus Milch bestand. Dort feierten sie eine Party mit Kuchen und Eis, bis die Sonne aufging und der Mond unterging. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Herbert, der Elefant und die Pinguine, die jetzt rosa und blau gefärbt waren, weil sie in der Milch gebadet hatten, beschlossen, ein neues Zuhause zu suchen. Sie bauten ein Floß aus Marshmallows und segelten auf dem Milchsee davon. Nach einer Weile erreichten sie eine Insel, die aus Käse bestand. Dort lebten kleine Mäuse, die mit Miniatur-Feuerwehrautos herumfuhren und Käse-Wettrennen veranstalteten.
Die Mäuse luden die Freunde zu ihrem jährlichen Käsefest ein, bei dem es einen Wettbewerb im Käse-Weitwurf gab. Herbert, der immer noch Angst vor Wasser hatte, warf den Käse so weit, dass er bis zum Mond flog. Der Mond, der aus grünem Käse bestand, wurde so aufgeschreckt, dass er ein Stück Käse abbrach und auf die Erde warf. Das Käsestück landete genau auf dem Floß der Freunde und verwandelte es in ein Käse-Floß.
Mit ihrem neuen Käse-Floß reisten sie weiter und gelangten zu einem Unterwasserkontinent, der von sprechenden Seepferdchen bewohnt wurde. Die Seepferdchen, die eine Vorliebe für Operngesang hatten, veranstalteten ein Konzert, bei dem Herbert, der Elefant und die Pinguine als Chor mitwirkten. Ihr Gesang war so berührend, dass er einen alten, traurigen Wal zum Lächeln brachte. Der Wal, der seit 100 Jahren nicht mehr gelächelt hatte, bedankte sich bei ihnen mit einer Vorstellung seiner akrobatischen Sprünge.
Die Freunde waren so begeistert, dass sie beschlossen, eine eigene Zirkusgruppe zu gründen. Sie reisten um die Welt und gaben Vorstellungen für alle möglichen Tiere und Fabelwesen. Herbert, der seine Angst vor Wasser überwunden hatte, wurde zum Star-Schwimmer, der atemberaubende Kunststücke im Wasser vorführte. Der Elefant, der immer noch Höhenangst hatte, wurde zum Hochseilartisten, der mit verbundenen Augen über das Seil tanzte. Und die Pinguine, die rosa und blau gefärbt waren, wurden zu Clowns, die das Publikum mit ihren verrückten Ideen zum Lachen brachten.
Und so reisten sie um die Welt und lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.